Die Musikbeiträge waren so bunt wie Chorweiler, mit seinen rund 100 Kulturen und Nationen. Matthias Kurth verzauberte die Gäste an der akustischen Gitarre. Die Mezzosopranistin Daniela Bosenius und die Pianistin Julia Diedrich brachten auf den Punkt, was (leider) zwingend notwendig ist, um die erfolgreiche Arbeit für und mit Kindern zu leisten: Money makes the world go round!
Den krönenden Abschluss bildete die Kölner Country-Rock-Band Taylor Barnman and the Winners.

Dr. Agnes Klein, Dezernentin der Stadt Köln für Bildung, Jugend und Sport lobte die Arbeit des Vereins: "Kindernöte e.V. schätzt und lebt die zugehende Arbeitsmethode, ist dort präsent, wo Bedürfnisse von Kindern und Familien deutlich werden. Die daraus erwachsenen Angebote werden oft im Miteinander von Kindern, Familien und Fachkräften entwickelt, das schafft Vertrauen und Verbindlichkeit. Grundhaltungen wie Solidarität, Kontinuität, Verlässlichkeit, Wertschätzung und das Vermitteln von Hoffnung und Freude prägen das Gesicht des Vereins Kindernöte. Diese Werte werden in und mit den Angeboten vermittelt - Kindernöte lebt vor statt zu erziehen."
Die Dezernentin hatte auch ein Versprechen als Geschenk dabei: "Kindernöte e.V. habe ich in diesem Sinne stets aus voller Überzeugung unterstützt und werde auch zukünftig aktiv - und bei entsprechender Mittelausstattung der Kommunen dementsprechend - den Weg des Vereins begleiten."

Menschen aus der Praxis kamen ebenso zu Wort. Sabine Abel, Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule Merianstraße, konnte aus Krankheitsgründen nicht dabei sein, sie ließ jedoch über die ehemalige Grundschullehrerin und jetzige Spaß-Schul-Mitarbeiterin Christine Kirschbaum ausrichten: "Als eine Zusammenarbeit von Schule und Kinder- und Jugendhilfe vielleicht gerade erst einmal vage angedacht wurde, trat Kindernöte mit einem Gesprächsangebot und Visionen an unsere Schule heran. Schnell stellten wir fest, dass wir gemeinsame Ziele haben und wir uns gut ergänzen können. Auch hier wurde bereits vor vielen Jahren eine Idee verwirklicht, die erst sehr viel später eine allgemeine Umsetzung finden sollte (Anm. d. Red.: gemeint ist damit das Projekt Spaß-Schule). Kindernöte war in der Zusammenarbeit mit Schulen ganz weit vorne, war Wegbereiter, hat vielfältige bürokratische Hürden genommen, Zäune eingerissen und pädagogische Einrichtungen sinnvoll vernetzt."

Die Kindernöte-Vorsitzende, Ingrid Hack, nutzte die Gelegenheit, sich bei allen zu bedanken, die in 15 Jahren den Verein aufgebaut, weiter entwickelt und am Leben gehalten haben: Gründer, Mitdenker, Mitarbeiter/innen, Honorarkräfte und zahlreiche Ehrenamtliche. Sie betonte: "Inzwischen ist es für niemanden mehr eine Neuigkeit, dass Investitionen in Prävention in jeder Hinsicht sinnvoller sind, als das Ausbügeln, Reparieren, Therapieren. Aber der Theorie folgt ja nicht immer sofort die Praxis auf dem Fuße! So warten wir alle, die wir diese Arbeit tun, immer noch auf einen Rettungsschirm oder sonstigen vorbehaltlosen Geldsegen, oder auf die Klassifizierung als systemrelevant. Sind wir aber!"
In diesem Sinne haben wir noch einen letzten Geburtstagswunsch: Wir wünschen uns weiterhin viele Menschen, die auf vielfältige Art, mit Ideen, Spenden, Kontakten, „unsere" Kinder unterstützen, und dadurch einen „Rettungsschirm" für sie bilden!
Grußwort Ingrid Hack